Spieglein Spieglein

21 Jan 2011 von Jana Huebsch, Keine Kommentare »

“Es waren einmal zwölf Spieler, die trafen sich an einem Freitag in einer kleinen Turnhalle, um zusammen Geschichten zu erzählen und zu erfinden. Und das taten sie. Doch bevor es soweit war, lernten sie etwas darszustellen, denn ihren Zuhörern sollte ja auch etwas gezeigt werden. Und so lernten sie unter anderem einen leeren Koffer so anzuheben, als wäre er unglaublich schwer; einen unsichbaren Vogel fortfliegen zu lassen und ihn danach wieder einzufangen und schließlich auch kurze lustige Geschichten zu spielen und diese wiederholbar zu machen. Zum Beispiel diese hier:

>> Ein kleiner Zwerg läuft durch den Wald. Er ist traurig, denn ihm ist etwas langweilig, doch plötzlich sieht er auf einer Lichtung zwei Steine liegen. Neugrierig tritt er näher, um diese zu betrachten. Er umkreist sie, riecht an ihnen, stupst sie vorsichtig an. Schließlich legt er sich auf den Boden und hebt diese an, als wären es Federn. Das erfreut ihn so sehr, dass er aufspringt und glücklich mit ihnen tanzt – plötzlich betritt ein sehr starker Mann die Lichtung und spielt mit seinen Muskeln. Abfällig betrachtet er den Zwerg bei seinem Spiel mit den Steinen. um dem Zwerg zu beweisen, wie sark er tatsächlich ist, fordert er die Stein, bereitwillig gibt der Zwerg sie ihm, doch sobald er diese loslässt zieht das Gewicht der Steine den Kerl zu Boden. Fröhlich und stolz hüpft der Zwerg auf und davon..<<

Doch nicht nur erzählen war an diesem Nachmittag ein Thema, sondern auch das Zuhören. Eine Frau las den Spielern das altbekannte Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen vor. Danach waren sie an der Reihe mit dem erzählen, in drei Gruppen aufgeteilt sahen alle die Märchen “Schneewittchen”, “Frau Holle”, “Aschenputtel” und eine neu erfundene Liebesgeschichte. Am Ende des Tages waren sie voller neuer Bilder, Geschichten und Erfahrungen und sie freuten sich auf den Tag an dem sie sich wieder treffen würden. Und so ging auch dieser Nachmittag zu Ende.”

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