Das Projekt

„Künstler ohne Grenzen“

Jeder Mensch wünscht sich, so angenommen zu werden, wie er ist. Mit all seinen Fähigkeiten, aber auch seinen Handycaps von seinen Mitmenschen akzeptiert und geachtet zu werden. Wie schwer oder unmöglich dies ist, erfahren alle Menschen jeden Tag und nicht selten auf verletzende Weise.

Die Grundidee des Projektes “Theaterwelten” basiert auf einer speziellen Form der Inklusion. Inklusion als soziokulturelles Lern-, Erfahrungs- u. Kommunikationsfeld für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und Menschen ohne „äußeren“ Unterstützungsbedarf. Die freie und spielerische Begegnung „zwischen den Welten“ soll ungeahnte Horizonte öffnen. Verschüttete oder unbekannte Fähigkeiten sollen sich entfalten dürfen. Künstlerische „Crossover-Begegnungen“ dieser Art fordern und fördern Achtsamkeit und Sensibilität von allen und für alle Beteiligten. Berufsschüler dürfen in dieser Konstellation u.U. den „behinderten Menschen“ als hoch kreatives und künstlerisch begabtes, gleichberechtigtes Mitglied der Gruppe erleben.

Eine solche Erfahrung kann und wird Menschen ohne besonderen Unterstützungsbedarf, in der  späteren berufliche Praxis nachhaltig prägen und positiv beeinflussen.  Die Kursteilnehmer mit hohem Unterstützungsbedarf lernen spätere „Autoritätspersonen“ als „fehlbare“ Menschen kennen, die u.U. auch mal hemmungslos weinen, weil sie traurig oder sauer sind…